
In der Human- als auch in der Veterinärmedizin stellen alternative
Therapien heutzutage
eine Möglichkeit zur Ergänzung und Begleitung
der Schulmedizin dar.
Ich bin davon überzeugt, dass Alternativmedizin und Schulmedizin
nicht im Gegensatz oder
in Konkurrenz zueinander stehen, sondern sich gegenseitig
ergänzen. Die Alternativmedizin
wäre bei vielen Erkrankungen
auf sich allein gestellt zum Scheitern verurteilt. Aber auch die
Schulmedizin
stößt im Umgang mit Patienten Tag für Tag an ihre Grenzen.
Eine Zusammen-
arbeit zwischen den beiden Medizinarten wäre wünschenswert.
Schließlich haben beide das
gleiche Ziel: die Wiederherstellung und
die Erhaltung der Gesundheit des Patienten.
Aus dieser Erkenntnis habe ich
beschlossen die Therapie, nach der ich meine Patienten
behandeln will,
als Ganzheitliche Therapie zu bezeichnen. Ganzheitlich deswegen, weil ich
bei Bedarf mit dem Tierarzt und anderen Therapeuten zusammenarbeite, bei
der Behand-
lung die Umwelt des Pferdes
wie beispielsweise Haltung, Nutzung, Fütterung und Beschlag
mit einbeziehe
und den Organismus des Lebewesens Pferd in seiner Gesamtheit betrachte
und behandle.
Der Organismus des Pferdes kann nicht in separate Bereiche geteilt werden,
er ist ein sich
gegenseitig beeinflussendes System. Ist dieses System in
einem Bereich gestört, so hat dies
Auswirkungen auf andere Bereiche.
Die Symptome, die wir beim Pferd bemerken, können so
ihre Ursache
in einem Bereich des Organismus haben, der oberflächlich betrachtet
mit dem
Symptom nicht in Verbindung steht. Ein Sehnenproblem beispielsweise
kann aus einer be-
einträchtigten Leberfunktion entstehen, die wiederum
aufgrund einer ungeeigneten Fütterung
überlastet ist. Eine dauerhafte
Besserung kann in diesem Fall nur dann erfolgen, wenn pa-
rallel zur Behandlung
des akuten Sehnenproblems die Ursache für das Symptom – also
die
Fütterung – durch eine Futterumstellung abgestellt wird,
die Leberfunktion gestärkt wird und
sich der Stoffwechsel des Pferdes
regenerieren kann.
Hawaiianische Weisheit
